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Antiquarische Werke

Herbach, Das Wechselbuch, 1716

 

Petrarca: Trostspiegel. Geschrieben 1380, Auflage 1580 mit vielen Holzschnitten. Symbolisiert den Schicksalsglauben und beschreibt die mittelalterliche Wirklichkeit. 

Conrad Gessner, Universalgelehrter um 1500 in Zürich. Conrad Gessners Historia animalium ist vor allem wegen ihrer prachtvollen Holzschnitte berühmt, doch seine Texte verdienen ebenso Beachtung. Tiere erscheinen nicht mehr als Zeichen Gottes, sondern als Nutztiere und Arzneimittel-Quellen. Das MoneyMuseum besitzt ein Exemplar der deutschen Ausgabe von 1606.

Die Stumpf-Chronik ist die erste grosse gedruckte Gesamtdarstellung der Geschichte und Topografie der Alten Eidgenossenschaft. Sie bündelt ältere handschriftliche Chroniken und humanistische Forschungen zu einem reich illustrierten Großwerk mit Text, Karten und Stadtansichten. Über rund 150 Jahre prägte sie Wahrnehmung, Erinnerung und Selbstbild der Schweiz.

Georgius Agricolas De re metallica (1556) gilt als das bedeutendste Werk der frühneuzeitlichen Montanwissenschaft. In zwölf reich illustrierten Büchern beschreibt Agricola systematisch den Bergbau seiner Zeit.

René Descartes’ De homine ist ein Schlüsseltext der frühneuzeitlichen Naturphilosophie. Darin entwickelt Descartes seine mechanistische Theorie des menschlichen Körpers.

Euklid, Ausgabe 1537. Euklid, der um 300 v. Chr. in Alexandria wirkte, gilt als „Vater der Geometrie“. Sein Hauptwerk, die Elemente, ist eine systematische Darstellung der damaligen mathematischen Kenntnisse und prägte über zwei Jahrtausende das wissenschaftliche Denken.

Die Reichsmünzordnung von 1551 war ein entscheidender Schritt zur Vereinheitlichung des zersplitterten Münzwesens im Heiligen Römischen Reich. Sie legte feste Münzfüsse und Feingehalte fest, um Handel und Steuereinnahmen zu stabilisieren und den massiven Wertverfall durch uneinheitliche Prägungen einzudämmen.

Joan Nieuhoffs China-Bericht von 1665 wurde sofort zu einem europäischen Bestseller. Aus Reiseaufzeichnungen zusammengestellt, faszinierte er mit detaillierten Beobachtungen eines damals kaum bekannten Reichs. Bereits im Erscheinungsjahr erschienen Übersetzungen ins Französische, Deutsche, Lateinische und Englische – ein früher publizistischer Triumph.

Andrea Palladio (1508–1580) war der einflussreichste Architekt der Renaissance. Mit seinen Villen, Palästen und Kirchen schuf er eine harmonische Architektur, die antike Proportionen mit praktischer Klarheit verband. 

Handschriftlicher Adelsbrief für Leopold Spitzl von Peitzenstein aus dem Jahr 1783. Solche Urkunden folgen strengen formalen Regeln, enthalten Wappenbeschreibungen und Rechtsprivilegien und spiegeln die hierarchische Gesellschaft der Spätaufklärung ebenso wie die Bedeutung staatlicher Anerkennung wider.

 

Conrad Conzetts Zeitung "Der Volksfreund", Ausgabe 1882. Die Ausgabe spiegelt die frühen Bemühungen wider, breiten Bevölkerungsschichten Zugang zu Wissen, vernünftiger Meinungsbildung und sozialem Fortschritt zu ermöglichen.

In Freien Stunden, das von Verena Conzett herausgegebene Familienmagazin, wurde zu einem der erfolgreichsten Schweizer Volksblätter des frühen 20. Jahrhunderts. Es verband Unterhaltung mit praktischer Lebenshilfe, politischer Bildung und sozialer Aufmerksamkeit. Das Magazin stärkte besonders Arbeiterfamilien und markierte Conzetts Weg zu einer einflussreichen Verlegerin.

Letzte Änderung:07/12/2025