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Unsere Flashcards laden dazu ein, Inhalte auf spielerische Weise zu entdecken und zu vertiefen. Mit spannenden, überraschenden Fragen regen sie zum Nachdenken an und machen Lernen zu einem unterhaltsamen Erlebnis.
Das MoneyMuseum bietet interessante Beiträge rund ums Geld – von seiner Geschichte und Bedeutung über Wirtschaft und Münzwesen bis hin zu Literatur und philosophischen Fragen. Hier finden Sie jene text-basierten Beiträge, die wir wöchentlich brauchen.
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Verbundenheit







Abstraktionsebenen
Faust II
Geld ist weit mehr als nur ein Tauschmittel – es prägt unser Denken, unsere Beziehungen und unsere Gesellschaft. Wer seine Geschichte, Regeln und Wandlungen versteht, entdeckt, dass wir es gestalten können – und damit auch unsere Zukunft.
Unsere Lehr- und Lernmaterialien machen Wissen lebendig: Sie verbinden fundierte Inhalte mit anschaulichen Beispielen und laden dazu ein, Geld und seine Zusammenhänge neugierig, kritisch und praxisnah zu entdecken.
Diese Bücher sind die funkelnden Juwelen unserer Sammlung – Werke, die uns nicht nur beeindruckt, sondern nachhaltig geprägt haben. Wer sich auf sie einlässt, entdeckt Gedanken, Geschichten und Perspektiven, die den eigenen Blick auf Geld und Gesellschaft für immer erweitern können.
Erster Geldkommentar der Neuzeit, Johannes Adler 1516
Ulrich von Hutten, Gesprächsbüchlein 1521
Plutarch, Leben der edlen Griechen und Römer, 1533
Giovanni Boccaccio, De Mulieribus Claris (100 berühmte Frauen), 1539
Plinius, Historiae Mundi Libri Triginta Septem, 1549
Niccolo Machiavelli, Werke, 1550
Colloquia Doctor Martini Lutheri, Frankfurt 1567.
Francesco Petrarca, Trostspiegel, 1572.
Barthélemy de Chasseneuz, Catalogus Gloriae Mundi, 1579.
Albrecht Dürer, Über menschliche Proportionen, 1591
Daniel Specklin: Architectura Von Vestungen, 1608
Francesco Tesini, La fortificatione guardia, ...., 1630
Instrumentum Pacis, printed 1648.
Matthäus Merian, Topographia Helvetiae, Rhaetiae et Valesia. 1654
Galileo Galilei, Discorso aal Serenissimo Don Cosimko II, Bologna 1655
Francis Bacon, De augmentis scientiarum Lib IX, 1662
Nieuhoff, Compagnie Orientale, L'Empereur de la Chine, 1665
Thomas Hobbes, Opera philosophica, Amsterdam 1668
Nimrod, Vollkommene Unterwiesung, wie Raketen, Feuer-, Wasser-, Sturm-Kugeln zubereiten ... 1660
Feuerwerks Neujahrsblätter, 1689-1758
Leibniz, Die beste aller möglichen Welten, Theodizee, 1719
Jacob Leupold, Theatrum Machinarium, 1725
Georg von Welling, Tractatus Mago-Cabbalistico-Chymicus, 1729
Herrgott, Genealogiae Diplomaticae Augustae Gentis Habsburgicae, 1737
Rousseau, Contract sociale, 1762
Lavater, Phisiognomie, 4 Bde., 1775
Handschriftlicher Adelsbrief für Leopold Spitzl von Peitzenstein, 1783
Volksvermehrung, Thomas Robert Malthus, 1807
Barreme oder vollständiges Rechenbuch, 1813
Conrad Conzett, Nach Amerika!, 1871
Max Weber, Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus, 1904
Goethes Italienische Reise. Edition 1925
Hier präsentieren wir antiquarische Buchscans, um seltene und oft vergessene Schätze für alle zugänglich zu machen. Sie eröffnen einen direkten Blick in die Denk- und Bildwelten vergangener Zeiten und laden dazu ein, Geschichte im Original zu erleben.
Die Manessische Liederhandschrift ist die umfangreichste und berühmteste deutsche Liederhandschrift. So benannt wurde sie vom Schweizer Gelehrten Johann Jakob Bodmer nach einer umfangreichen Liedersammlung der Schweizer Patrizierfamilie Manesse. Der Kodex besteht aus 426 beidseitig beschriebenen Pergamentblättern und enthält dichterische Werke in mittelhochdeutscher Sprache. Gottfried Kellers Novelle Hadlaub beschreibt die Entstehung der Manessischen Liederhandschrift.
Für die Berner Stadtpolitik wurde Habsburg zum erklärten Hauptfeind im 16. Jahrhundert. Maßgeblich daran beteiligt war die Chronik des Petermann Etterlin. Es handelt sich um die erste Chronik der gesamten Eidgenossenschaft, die 1507 gedruckt wurde. Er versuchte, die gebildete Elite der Eidgenossenschaft mit seiner Chronik davon zu überzeugen, dass es besser sei, auf Seiten des französischen Königs in den Krieg zu ziehen, als auf Seiten der Habsburger. Das Werk von Petermann Etterlin gehört zu den zentralen Quellen, aus denen der aufkeimende Nationalismus des 18. Jahrhunderts seine Legitimation bezog.
Adler Johannes, 1516. Die Epoche um 1500 war geprägt von einem großen Silbermangel und einem enormen Preisanstieg für das wichtige Münzmetall. Dafür gab es mehrere Gründe. Die Zahl der Menschen nahm zu. Ihr Einkommen wuchs. Der Handel entwickelte sich rasant. Die Fürsten betrieben eifrig Münzverschlechterung. Adler schrieb, dass die Änderung von Material und Gewicht nur dann gerecht ist, wenn sie mit Zustimmung der Betroffenen vorgenommen wird. Wenn dies nicht geschehen ist, dann begeht auch der Fürst, der eine vollwertige Münze einzieht, um sie durch eine schlechtere Münze ersetzen zu lassen, Betrug. Kurz nach seinem Tod kam es zu den ersten Bauernaufständen.
1520, Luther Wucher. Was für uns eine moralisch wertfreie Selbstverständlichkeit darstellt, wurde zu Beginn des 16. Jahrhunderts kontrovers diskutiert. Geld mit Kapital und ohne Arbeit zu verdienen, stand im 16. Jahrhundert im Kreuzfeuer der Kritik. Die kleinen Leute spürten die Veränderungen, die ihnen die bürgerliche Gewinnoptimierung bescherte. So fand ein radikaler Kirchenreformer wie Martin Luther breite Unterstützung mit seinen Sprüchen: “Ein Christ gibt, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Ein Christ leiht, ohne Zinsen zu berechnen.” Aber vielleicht erahnte Luther auch die negative Wirkung der Kreditwirtschaft und benannte sie “Teufelswerk”.
Erasmus gehört zu den Geistesheroen des Humanismus: Erasmus von Rotterdam, der die Reformation vorbereitete, ohne jemals dem katholischen Glauben untreu zu werden. Seine Verehrer vergessen nur zu gerne, dass dieser uneheliche Sohn eines katholischen Priesters und seiner Haushälterin ohne die Kirche nie die Ausbildung erhalten hätte, die ihn zu dem machte, als der er in die Geschichte einging. Erasmus von Rotterdam gehörte zu jenen, die die katholische Kirche kritisierten, sich aber nicht der Reformation eines Luther, eines Zwingli oder eines Calvin anschlossen. 1522.
Ein Highlight ist das Buch des Freiherrn von Schwarzenberg aus dem Jahr 1531, das Ciceros berühmtestes Werk in deutscher Sprache präsentiert. Es erläutert den Text mit vielen Holzschnitten, was damals eine Rarität war. Das Buch illustriert, wie die Menschen damals begannen, die neuen wirtschaftlichen Anforderungen zu verstehen, in denen KAUF UND VERKAUF das Wirtschaftsleben bestimmten.
Euklids Arbeit legt grossen Wert auf deduktive Beweisführung, was bedeutet, dass jede Aussage oder jedes Theorem auf vorher bewiesenen Aussagen aufbaut. Dieser methodische Ansatz hat Die Elemente zu einem grundlegenden Lehrbuch in der Mathematik gemacht, das über zwei Jahrtausende hinweg in Gebrauch war und die Grundlage für die Lehre der Geometrie bis ins 19. und frühe 20. Jahrhundert bildete. 1537.
Die "Stumpff Chronik", auch bekannt als "Schweizer Chronik" von Johannes Stumpf, ist ein bedeutendes historisches Werk, das im 16. Jahrhundert veröffentlicht wurde. Johannes Stumpf, ein Schweizer Geistlicher, Historiker und Kartograf, veröffentlichte diese umfassende Darstellung der Schweizer Geschichte im Jahr 1548. Sein Werk gilt als eine der wichtigsten Quellen zur Geschichte und Topographie der Schweiz in der Frühen Neuzeit.
Die Chronik ist in mehrere Bücher unterteilt, die verschiedene Zeitabschnitte und Themen behandeln. Sie beginnt mit der legendären Gründung der Schweiz und setzt sich fort mit der Darstellung der Expansions- und Konfliktphasen der Eidgenossenschaft. Stumpf betont die Bedeutung der eidgenössischen Freiheit und Unabhängigkeit und stellt die Entwicklung der Schweizerischen Eidgenossenschaft im Kontext europäischer Mächte dar. 1848.
Die Reichsmünzordnung, die unter Kaiser Karl V. im Heiligen Römischen Reich erlassen wurde, stellt einen wichtigen Meilenstein in der Geschichte der europäischen Münzsysteme dar. Sie hatte zum Ziel, das Münzwesen im Reich zu vereinheitlichen und zu stabilisieren. Die Reichsmünzordnung von 1524 versuchte, die Prinzipien und Standards für die Münzprägung im gesamten Reich festzulegen. 1551.
Francesco Petrarca, ein italienischer Gelehrter und Dichter des 14. Jahrhunderts, ist eine Schlüsselfigur der Frührenaissance und besonders bekannt für seine Lyrik sowie für seine Briefe und philosophischen Abhandlungen. In diesem Werk untersucht Petrarca, wie Menschen auf Glück und Unglück reagieren können, und bietet philosophische Betrachtungen und Ratschläge, um mit den Höhen und Tiefen des Lebens umzugehen. Der Trostspiegel zeigt Petrarcas humanistisches Denken, indem es die Bedeutung der Selbstreflexion und der Vernunft in der Suche nach einem guten und ethischen Leben hervorhebt. 1572.
Huldrych Zwingli, ein Schweizer Reformator des 16. Jahrhunderts, spielte eine zentrale Rolle in der frühen protestantischen Reformation in der Schweiz. Seine "Methodus" ist ein theologisches Dokument, das als "Commentarius de vera et falsa religione" (Kommentar über die wahre und falsche Religion) bekannt ist. Obwohl Zwingli für viele Schriften und Predigten bekannt ist, in denen er seine reformatorischen Ideen ausführte, ist die "Methodus" besonders hervorzuheben, da sie seine theologischen Überzeugungen und seine Kritik an der katholischen Kirche seiner Zeit systematisch darlegt. Die "Methodus" spiegelt Zwinglis reformatorische Überzeugung wider, dass die Kirche zu ihren biblischen Wurzeln zurückkehren müsse, um eine wahre christliche Gemeinschaft zu bilden. 1577.
Johannes de Sacro Bosco, auch bekannt als John of Holywood, war ein englischer Gelehrter des 13. Jahrhunderts, der vor allem für sein astronomisches Werk "De Sphaera Mundi" (Über die Sphäre der Welt) bekannt ist. Dieses Lehrbuch über die Astronomie, geschrieben im frühen 13. Jahrhundert, wurde im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit zu einem der meistgelesenen und unterrichteten Bücher über das Thema. Das Werk bietet eine Einführung in die grundlegenden Konzepte der Astronomie, basierend auf der geozentrischen Weltsicht des Ptolemäus. Es erläutert die Struktur des Universums, die Bewegungen der Himmelskörper und die Theorie der Sphären. 1581.
1582. Vom Ende der Welt. Auf welchem Niveau die Bürger im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation im 16. Jahrhundert über Astronomie diskutierten, darüber informiert uns eine Broschüre von Nikolaus Winkler (1529--1613). Der Titel seiner Broschüre lautet: Erwägungen über die zukünftige Veränderung der weltlichen Ordnung und das Ende der Welt in den Jahren von 1583 bis zu den Jahren 1588 und 1589 anhand der heiligen Schrift. Für den heutigen Leser ist Winklers Arbeit deshalb interessant, weil sie zeigt, welches astronomische Vorwissen ein Autor bei seiner Zielgruppe, dem gebildeten Bürgertum voraussetzen konnte. Seine Leser kannten den Begriff der Konjunktion, also der scheinbaren Begegnung zweier Himmelskörper, und wussten, wie die Planeten sowie die wichtigsten Sternzeichen hiessen. Apokalypsen waren damals populär.
1591 Budelius. De Monetis. Reinier Budel war ein Jurist und Gelehrter des 16. Jahrhunderts, der unter anderem für sein Werk "De Monetis" bekannt ist. Dieses Buch wurde 1591 veröffentlicht und ist eine umfassende Abhandlung über Münzen, Geldwesen und monetäre Politik. Budelius' Werk zählt zu den frühen bedeutenden Beiträgen zur Numismatik und zur ökonomischen Theorie.
Diogenes Laertios war ein antiker griechischer Historiker, der vermutlich im 3. Jahrhundert n.Chr. lebte. Er ist vor allem für sein Werk „Über das Leben und die Meinungen berühmter Philosophen" bekannt. Dieses Werk ist eine der wenigen Quellen, die uns über das Leben und die Lehren vieler antiker Philosophen, von Thales bis zu Epikur, informieren, und umfasst Informationen zu fast allen wichtigen Philosophen der Antike. 1593.
Albrecht Dürer, ein herausragender deutscher Künstler der Renaissance, bekannt für seine Malerei, Druckgrafik und Theoriewerke, hat auch bedeutende Beiträge zur Kunsttheorie geleistet, darunter seine Arbeiten zur Symmetrie und Proportion. Zu diesen gehören "Vier Bücher von Menschlicher Proportion", die posthum 1528 veröffentlicht wurden. In diesen Werken erforscht Dürer die mathematischen Verhältnisse des menschlichen Körpers und legt dar, wie diese in der Kunst angewendet werden können, um harmonische und ästhetisch ansprechende Werke zu schaffen. 1594.
1617 Basilii Magnum Opera. Basilius der Große, auch bekannt als Basilius von Caesarea, war ein einflussreicher christlicher Bischof des 4. Jahrhunderts n. Chr. und einer der drei kappadokischen Kirchenväter, zusammen mit Gregor von Nazianz und Gregor von Nyssa. Sein Wirken und seine Schriften hatten einen bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung der christlichen Theologie, insbesondere in Bezug auf die christliche Lehre der Dreifaltigkeit und die monastische Praxis. Basilius' "Opera" (Werke) umfassen eine Vielzahl theologischer, asketischer und pastoraler Schriften, die bis heute in der östlichen und westlichen christlichen Tradition geschätzt werden.
1620 Plutarch Chaeronensis. Plutarch von Chaironeia, oft einfach als Plutarch bezeichnet, war ein griechischer Schriftsteller und Philosoph des ersten Jahrhunderts n. Chr., bekannt für seine biographischen Werke und moralischen Abhandlungen. Er lebte von etwa 45 bis 120 n. Chr. und war ein einflussreicher Denker der römischen Kaiserzeit.
1620 Plutarch Renensis. Plutarch sah sich selbst als Biograph, keineswegs als Historiker. Selber schrieb er: „Denn ich bin nicht Geschichtsschreiber, sondern Biograph, und es sind durchaus nicht immer die großen Heldentaten, in denen sich die Tüchtigkeit oder die Verworfenheit offenbart. Oft sagt ein unbedeutender Vorfall, ein Ausspruch oder ein Scherz mehr über den Charakter eines Menschen aus als die blutigsten Schlachten, die größten Heeresaufgebote und die Belagerungen von Städten.“
1633 Constitutio Criminalis Handschrift. Die "Constitutio Criminalis Theresiana" oder einfach "Theresiana" ist eine bedeutende rechtshistorische Quelle, die unter der Herrschaft von Maria Theresia, der Erzherzogin von Österreich und Königin von Ungarn und Böhmen, im 18. Jahrhundert entstand. Sie wurde 1768 proklamiert und stellt eine umfassende Kodifikation des Strafrechts dar, die für die habsburgischen Länder Gültigkeit hatte. Dieses Dokument spiegelt die Rechtsauffassungen und die Justizpraxis seiner Zeit wider und ist ein Beispiel für die Bemühungen um Rechtsreformen im Zeitalter der Aufklärung.
Conrad Gessner's „Historiae animalium“ (Geschichte der Tiere), allgemein bekannt als sein „Thierbuch“, ist ein bedeutendes Werk in der Geschichte der Naturgeschichte und der Wissenschaft. Veröffentlicht im 16. Jahrhundert, gilt es als eines der frühesten Versuche, das gesamte Tierreich in einem enzyklopädischen Format zu dokumentieren. Gessner, ein Schweizer Arzt und Naturforscher, bemühte sich, das Wissen seiner Zeit über Tiere zu sammeln, zu systematisieren und zu erweitern. Das Werk ist nicht nur wegen seines Umfangs und seiner Detailgenauigkeit bemerkenswert, sondern auch wegen der zahlreichen Holzschnitte, die die beschriebenen Tiere illustrieren. Erstauflage zwischen 1551 und 1558.
Teil I: Säugetiere und Vögel. 1645
Teil II: Fische und Reptilien. 1645
1645-1758 Neujahrsblätter. Die Neujahrsblätter in Zürich waren im 17. und 18. Jahrhundert populär. Sie stellen ein faszinierendes Kapitel in der Geschichte der pädagogischen und kulturellen Praktiken dar. Diese Tradition hatte zum Ziel, die Jugend durch moralische und lehrreiche Inhalte zu bilden und zu erziehen. Die Blätter wurden meist zu Beginn des neuen Jahres veröffentlicht und verteilten sich rasch unter der Bevölkerung. Die Tradition der Neujahrsblätter ging erst im 19. Jahrhundert zurück, als sich die Druck- und Publikationsindustrie weiterentwickelte und neue Formen der Literatur und des Lernmaterials populär wurden. Die einzelnen Blätter zeigen wunderschöne Kupferstiche.
1648 Pacis (deutsche Seiten). Der Friede von 1648, besser bekannt als der Westfälische Friede, markiert das Ende des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648), eines der verheerendsten Konflikte in der europäischen Geschichte, sowie des Achtzigjährigen Krieges zwischen Spanien und den Niederlanden. Der Westfälische Friede besteht aus einer Reihe von Friedensverträgen, die in den Städten Münster und Osnabrück im Heiligen Römischen Reich unterzeichnet wurden. Diese Verträge hatten weitreichende politische, religiöse und territoriale Auswirkungen und gelten als Grundsteine der modernen Staatensouveränität und des internationalen Rechts.
1650 Merian Bohemia. Matthäus Merian der Ältere (1593--1650) war ein schweizerisch-deutscher Kupferstecher und Verleger, bekannt für seine detaillierten Städteansichten und Landkarten. Seine Arbeit zu Böhmen, einem historischen Gebiet in der heutigen Tschechischen Republik, ist Teil seiner umfangreichen Sammlung von Gravuren, die in den verschiedenen Bänden seiner "Topographia Germaniae" erschienen sind. Diese Sammlung umfasst detaillierte Ansichten und Pläne von Städten, Dörfern und Landschaften aus vielen Teilen Europas, darunter auch aus Böhmen.
1654 Merian Helvetia et Rhetia (Bildtafeln). Matthäus Merian der Ältere, ein herausragender Kupferstecher und Verleger des 17. Jahrhunderts, schuf auch eine bemerkenswerte Sammlung von Ansichten und Karten, die die Regionen Helvetia (die heutige Schweiz) und Raetia (eine Region, die Teile der heutigen Schweiz, Österreichs und Italiens umfasst) darstellen. Diese Arbeiten sind Teil seiner größeren Reihe "Topographia Germaniae", einer umfangreichen Sammlung von Stadtansichten, Landkarten und Topographien verschiedener Teile Europas, die im Laufe des 17. Jahrhunderts veröffentlicht wurde.
1662 Agricola Metallica. Georgius Agricola, eigentlich Georg Bauer (1494--1555), war ein deutscher Wissenschaftler und wird oft als der Vater der Mineralogie betrachtet. Sein berühmtestes Werk, "De re metallica libri XII" (Über den Bergbau und die Metallurgie in zwölf Büchern), veröffentlicht 1556, ist eine umfassende Abhandlung über den Bergbau und die Gewinnung sowie Verarbeitung von Metallen. Dieses Buch gilt als eines der wichtigsten Werke über Bergbau und Metallurgie bis in die moderne Zeit. Das Werk ist bekannt für seine zahlreichen und detaillierten Holzschnitte, die Bergbauausrüstung, -techniken und -prozesse illustrieren.
1759 Conrade Meyer Totentanz. Wann haben Sie das letzte Mal ein Skelett gesehen? Das Skelett spielt als Personifikation des Todes in unserer westlichen Kultur kaum noch eine Rolle. Das Memento Mori - gedenke, dass Du sterblich bist, ist selbst in Zeiten von Corona einer Verdrängung des Todes gewichen. Heute findet das Sterben allein im Krankenhaus statt. Deshalb ist uns der Totentanz fremd geworden. Es handelt sich um ein künstlerisches Motiv, das um 1400 entstand. Ein Skelett als Personifikation des Todes führt die Angehörigen der verschiedenen Stände als Tanzpartner im Reigen. Hier in schönen Kupferstichen des Zürcher Kupferstechers Conrad Meyer.
1665 Nieuhoff. Johann Nieuhoff war ein niederländischer Reisender und Autor, der vor allem für seine ausführlichen Berichte über China im 17. Jahrhundert bekannt ist. Nieuhoff wurde 1618 geboren und starb 1672. Er reiste als Mitglied einer niederländischen Ostindien-Kompanie (VOC) Gesandtschaft nach China, die von 1655 bis 1657 dauerte. Sein Werk, oft betitelt als „Die Gesandtschaft der Ost-Indischen Gesellschaft in den Vereinigten Niederlanden an den Tartarischen Cham, und nunmehr auch Sinischen Keiser" oder kurz „Die Gesandtschaftsreise nach China", bietet eine der frühesten und detailliertesten europäischen Beschreibungen Chinas und seines Volkes, seiner Bräuche, seiner Kultur sowie seiner geografischen und städtischen Landschaften.
1670 Annales Trevirenses. Die "Annales Trevirenses", oder Trierer Annalen, sind eine mittelalterliche Chronik, die die Geschichte der Stadt Trier und ihrer Umgebung dokumentiert. Diese Annalen sind Teil der Gattung der mittelalterlichen Annalistik, die Ereignisse jahresweise auflistet und wichtige politische, kirchliche und gesellschaftliche Vorkommnisse festhält. Die Trierer Annalen decken in verschiedenen Versionen und Fortsetzungen eine Zeitspanne vom Frühmittelalter bis ins Hochmittelalter ab.
1673 Ogilby Asia, Mongolia, India. John Ogilby veröffentlichte 1673 eine Beschreibung Indiens und Persiens. Damit lag er voll im Trend. Indien war topaktuell, vor allem wenn es um Investment ging. Jeder reiche Londoner fragte sich nämlich, ob er nicht doch in Aktien der East India Company investieren sollte. Schließlich hatte diese ein Monopol für den Handel mit dem fernen Osten. Und Indien, so hörte man sagen, war ein unglaublich reiches Land...
1676 Savary Le Parfait Negociant. Jacques Savary des Brûlons' Werk "Le Parfait Négociant" (Der vollkommene Kaufmann), erstmals 1675 veröffentlicht, gilt als eines der wichtigsten Werke der frühen Wirtschaftsliteratur und des Handelsrechts. Jacques Savary, ein französischer Kaufmann und Ökonom, schrieb dieses umfassende Handbuch basierend auf den Erfahrungen und Kenntnissen seines Vaters, Jacques Savary, der selbst ein erfahrener Händler und der Autor des ursprünglichen "Le Parfait Négociant" war. Dieses Buch bietet eine detaillierte Anleitung für Kaufleute des 17. Jahrhunderts.
1677 Münz-Gespräch. Im 17. Jahrhundert war das Münzwesen ein zentrales Thema in Europa, geprägt durch die Notwendigkeit, Handel zu standardisieren, Inflation zu bekämpfen und die Finanzierung von Staaten und deren Kriegen zu sichern. Debatten über das Münzwesen betrafen oft die Prägung und den Wert von Münzen, die Auswirkungen von Edelmetallimporten aus der Neuen Welt und die Herausforderungen durch Münzverschlechterung und -fälschung.
René Descartes' Werk "De Homine" (Über den Menschen) wurde posthum im Jahr 1662 veröffentlicht. Dieses Werk sollte ursprünglich Teil seiner umfassenderen philosophischen Untersuchung sein, die mit dem "Discours de la méthode" (Abhandlung über die Methode) im Jahr 1637 begann, in dem Descartes seine berühmte methodische Skepsis und den Satz "Cogito, ergo sum" (Ich denke, also bin ich) vorstellte. "De Homine" ist besonders für Descartes' Ansichten zur menschlichen Physiologie und zur Beziehung zwischen Körper und Geist von Bedeutung.
Andrea Palladio (1508--1580) war ein italienischer Architekt der Renaissance, dessen Werke und Schriften einen tiefgreifenden Einfluss auf die westliche Architekturgeschichte hatten. Geboren als Andrea di Pietro della Gondola in Padua, erhielt er den Namen "Palladio" von seinem Mentor, dem Humanisten und Dichter Gian Giorgio Trissino, der in ihm das Talent eines Architekten erkannte, das dem des antiken griechischen Malers Pausias ähnelte. 1698.
Abraham a Sancta Clara gehört mit seinen rund 600 Publikationen zu den wichtigsten und bekanntesten Predigern seiner Zeit. Sein bekanntestes Werk ist das bis heute immer wieder aufgelegte dreibändige Etwas für Alle. Darin ließ der schreibende Mönch unzähligen damals bekannten Berufsgruppen Ermahnungen und sittliche Erbauung zukommen. Das Buch wird vor allem geschätzt durch seine Illustrationen, die realistisch den Alltag der angesprochenen Berufsgruppen wiedergeben.
1712 Speckling Architetura von Festungen. Anfang des 18. Jahrhunderts war der Festungsbau stark von den Arbeiten des französischen Militäringenieurs Sébastien Le Prestre de Vauban beeinflusst, der als einer der einflussreichsten Festungsbaumeister gilt. Vaubans Methoden und Designs prägten den europäischen Festungsbau und wurden in vielen theoretischen Schriften über Militärarchitektur diskutiert und analysiert.
1713 Wilkins Vertheidiger Copernicus. John Wilkins war ein Befürworter der wissenschaftlichen Methode und hatte ein starkes Interesse an Astronomie. Er war bekannt für seine Arbeiten, die die Ideen des Nikolaus Kopernikus unterstützten, welcher das heliozentrische Weltbild vertrat – die Theorie, dass die Sonne, nicht die Erde, im Zentrum unseres Sonnensystems steht.
1716 Der Wechsel. "Einleitung zur Wechselhandlung" von Johann Kaspar Herbach ist ein historisches Werk, das sich mit dem Thema der Handels- und Wechselgeschäfte beschäftigt. Schon im Hochmittelalter hatten findige Kaufleute festgestellt, dass Bargeld alleine nicht ausreichte. Deshalb entwickelte sich seit dem ausgehenden 12. Jahrhundert eine Alternative zum Bargeld, der Wechsel. Er stellte ein sinnvolles Mittel für den bargeldlosen Zahlungsverkehr dar und ermöglichte es gleichzeitig, Kredite zu vergeben, ohne das kirchliche Zinsverbot zu verletzen. Während des 16. Jahrhunderts verbreitete sich der Wechsel in ganz Europa.
1725 Theatrum Machinarum Leupold. "Theatrum Machinarum" bezieht sich auf eine Reihe von Werken über Maschinen und Ingenieurwesen, die während der frühen Neuzeit und der Aufklärung in Europa veröffentlicht wurden. Eine prominente Veröffentlichung ist das "Theatrum Machinarum Generale" von Jacob Leupold, einem deutschen Mechaniker und Ingenieur des 18. Jahrhunderts. Dieses umfangreiche Werk ist Teil von Leupolds größerem Projekt, eine enzyklopädische Übersicht über das gesamte technische Wissen seiner Zeit zu erstellen.
1728 Pemberton Newton. Henry Pemberton (1694--1771) ist bekannt für seine Rolle in der Herausgabe der dritten Ausgabe von Isaac Newtons "Philosophiae Naturalis Principia Mathematica", die 1726 erschien. Als ein englischer Arzt, Mathematiker und Astronom spielte Pemberton eine Schlüsselrolle in der wissenschaftlichen Gemeinschaft seiner Zeit. Seine enge Zusammenarbeit mit Newton bei der Vorbereitung dieser Ausgabe der "Principia" brachte ihm Anerkennung in akademischen Kreisen.
1743 Buchdruckkunst. Die Buchdruckerkunst revolutionierte die Art und Weise, wie Wissen verbreitet und aufbewahrt wurde. Sie wird allgemein Johannes Gutenberg zugeschrieben, der um 1440 in Mainz, Deutschland, die beweglichen Metalltypen perfektionierte. Vor Gutenbergs Erfindung wurden Bücher von Hand abgeschrieben, was sie teuer, zeitintensiv in der Herstellung und somit selten machte. Gutenbergs Innovation bestand aus mehreren Schlüsseltechnologien: bewegliche Metalllettern, eine Druckpresse, die auf älteren landwirtschaftlichen Pressen basierte, Tinte, die auf Metall haften konnte, und ein System zur Herstellung vieler identischer Lettern. Die Buchdruckerkunst ist nicht nur eine technische, sondern eine kulturelle Revolution, die die Entwicklung der modernen Welt in vielfältiger Weise geprägt hat. Sie bleibt ein Schlüsselmoment in der Geschichte der Kommunikation, dessen Auswirkungen bis heute spürbar sind.
1746 Herrliberger Heilige Ceremonien. Beim Zürcher Maler und Radierer Johann Melchior Füssli wurde Herrliberger zum Kupferstecher ausgebildet. 1736 zog Herrliberger nach Zürich an den Bleicherweg; später wohnte er an der Bärengasse (heute Museum Bärengasse). Mit 40 Jahren begann David Herrliberger seine ausgedehnte Verlagstätigkeit und war Zeichner, Stecher und Verleger in einer Person. Die Jahre zwischen 1738 und 1758 stellen den Höhepunkt des Schaffens von David Herrliberger dar. In dieser Zeit erschienen seine wichtigsten Verlagswerke wie: «Ceremonien-Werk» (kirchliche Bräuche), «Landvogteischlösser», «Amtshäuser», «Adelige Schlösser», «Ehrentempel» (berühmte Schweizer), zürcherische und baslerische «Ausruff-Bilder», «Zürcherische Kleider-Trachten» und Beginn der «Topographie der Eydgnoschaft».
1755 La Fontaine Fables. Die Fabeln von Jean de La Fontaine, ein französischer Dichter des 17. Jahrhunderts, sind eine Sammlung von Geschichten, die durch ihre moralischen Lektionen, die Eleganz ihrer Verse und die Vielfalt ihrer Charaktere berühmt geworden sind. Ursprünglich in mehreren Bänden veröffentlicht, mit der ersten Ausgabe im Jahr 1668, umfassen La Fontaines Fabeln insgesamt 12 Bücher mit über 240 Fabeln, die aus einer Vielzahl von Quellen schöpfen, einschließlich der klassischen griechischen und römischen Literatur sowie zeitgenössischer und volkstümlicher Erzählungen.
1747 Leu Eidgenössisches Lexikon. Das "Allgemeine Helvetische, Eydgenössische, oder Schweitzerische Lexicon" ist ein umfangreiches historisches und geografisches Nachschlagewerk über die Schweiz, das von Johann Jakob Leu verfasst wurde. Es bietet detaillierte Informationen über die geografischen, politischen und kulturellen Aspekte der Schweizer Kantone, ihrer Städte und Gemeinden sowie bedeutende Persönlichkeiten, Familien und Ereignisse der Schweizer Geschichte. Es ist ein monumentales Werk, das die Wissenslandschaft der Schweiz im 18. Jahrhundert wesentlich geprägt hat. Es spiegelt den Geist der Aufklärung wider, der sich durch ein gesteigertes Interesse an systematischer Sammlung, Klassifizierung und Verbreitung von Wissen auszeichnet.
1756 Ferguson. Astronomy. James Ferguson (1710--1776) war ein schottischer Astronom und Selbstlernender, der für seine Fähigkeit bekannt war, komplexe wissenschaftliche Konzepte einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Sein Buch "Astronomy Explained Upon Sir Isaac Newton's Principles" war eines der einflussreichsten Werke, das die Prinzipien der Newtonschen Astronomie in einer für Laien verständlichen Form erklärte.
1757 von Haller Albert Elementa Physiologiae. Albrecht von Haller (1708--1777) war ein Schweizer Anatom, Physiologe und Dichter, der als einer der Begründer der modernen Physiologie gilt. Sein bedeutendstes wissenschaftliches Werk ist die "Elementa Physiologiae Corporis Humani" (Grundzüge der Physiologie des menschlichen Körpers), eine umfassende Enzyklopädie der Medizin und Physiologie, die zwischen 1757 und 1766 in acht Bänden veröffentlicht wurde.
1758 Abhandlung von Manufaktoren und Fabriken, Gottlob von Justi. Johann Heinrich Gottlob von Justi war ein bedeutender Ökonom des 18. Jahrhunderts, der sich in seinen Werken intensiv mit Fragen der Staatswirtschaft, der Bergwerkskunde und der Nationalökonomie beschäftigte. Seine "Abhandlung von Manufakturen und Fabriken" ist eines seiner bekanntesten Werke und spielt eine wichtige Rolle in der Geschichte des ökonomischen Denkens, insbesondere im Kontext der merkantilistischen und kameralistischen Theorien der Wirtschaftspolitik. Seine Ideen reflektieren die merkantilistische Ansicht, dass der Reichtum eines Staates durch aktive Handelsbilanzpolitik und staatliche Förderung der Produktion gesteigert werden kann.
1765 Bions Mathematische Werkschule. Bions Werke bieten detaillierte Anweisungen zur Konstruktion und Nutzung verschiedener wissenschaftlicher Instrumente, was sie zu wertvollen Ressourcen für die praktische Anwendung mathematischer und wissenschaftlicher Prinzipien macht. Sie sind oft reich illustriert mit detaillierten Zeichnungen der Instrumente, was zum Verständnis ihrer Funktionsweise und Konstruktion beiträgt. Bion legte Wert auf die mathematischen Grundlagen hinter den Instrumenten, um deren Genauigkeit und Effektivität zu erklären.
1776 Adam Smith. Adam Smiths berühmtes Werk "An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations", ist meist einfach als "The Wealth of Nations" bekannt. Dieses Buch, erstmals 1776 in Englisch und Deutsch veröffentlicht, gilt als eines der grundlegenden Werke der klassischen Ökonomie und markierte einen Wendepunkt in der Geschichte ökonomischen Denkens. Adam Smith, ein schottischer Philosoph und Ökonom, legte mit diesem Werk die Grundsteine für die moderne Volkswirtschaftslehre.
1783 Adelsbrief. Adelsbriefe aus dem 18. Jahrhundert sind historische Dokumente, die von einer souveränen Macht ausgestellt wurden, um einer Person oder einer Familie einen Adelstitel zu verleihen. Diese Praxis war in Europa weit verbreitet und spielte eine wichtige Rolle in der gesellschaftlichen und politischen Struktur der damaligen Zeit. Adelsbriefe dokumentierten nicht nur die Erhebung in den Adelsstand, sondern legten oft auch spezifische Privilegien, Rechte und Pflichten des neuen Adligen fest.
1798 Wechselencyclopodädie. Eine "Allgemeine Wechselencyclopädie" ist ein Nachschlagewerk, das sich mit dem Thema des Wechselrechts befasst. Solche Werke waren im 18. Jahrhundert, einer Zeit des aufblühenden Handels und der Entwicklung des modernen Bankwesens, üblich.
Die "Elements of Euclid" von 1947 beziehen sich auf die "Elemente" des antiken griechischen Mathematikers Euklid, ein mathematisches und geometrisches Lehrbuch, das aus 13 Büchern besteht und als eines der einflussreichsten Werke in der Geschichte der Mathematik gilt. Die "Elemente" bieten eine systematische Darstellung der euklidischen Geometrie und der Zahlentheorie und haben über Jahrhunderte hinweg das mathematische Denken geprägt.
Ein bemerkenswerter Beitrag aus dieser Zeit stammt von dem irischen Mathematiker Oliver Byrne, der 1847 eine farblich illustrierte Ausgabe von "The First Six Books of The Elements of Euclid" veröffentlichte. Byrne's Ausgabe ist besonders für ihre innovative Verwendung von Farben zur Darstellung von geometrischen Figuren und Beweisen bekannt, was eine deutliche Abkehr von den traditionellen schwarz-weißen Illustrationen darstellt. Byrne's Ziel war es, Euklids Beweise durch visuelle Mittel intuitiver und zugänglicher zu machen.
Die Bremer Presse war ein renommierter deutscher Verlag, der 1911 in München gegründet wurde und bis 1934 bestand. Der Verlag war bekannt für seine hochwertigen Druckerzeugnisse, insbesondere für seine sorgfältig produzierten Bücher, die oft limitierte Auflagen mit handwerklicher Bindung und besonderer typografischer Gestaltung waren. Die Bremer Presse legte großen Wert auf die ästhetische Qualität und die künstlerische Ausführung ihrer Publikationen, wobei sie moderne und klassische Werke der Literatur veröffentlichte.
"Faust II" von Johann Wolfgang von Goethe, veröffentlicht im Jahr 1832, ist der zweite Teil des Faust-Projekts und gilt als eines der bedeutendsten Werke der deutschen Literatur. Dieses Drama in fünf Akten setzt die Geschichte von Heinrich Faust fort, einem Gelehrten, der nach Wissen und persönlicher Erfüllung strebt. Im Gegensatz zum ersten Teil, der sich auf Fausts persönliche Krisen und seine Beziehung zu Gretchen konzentriert, weitet "Faust II" den Fokus auf eine breitere, allegorische und philosophische Ebene aus.
Der erste Akt findet am Hof des Kaisers statt, wo Faust und Mephistopheles in unterschiedlichen Rollen agieren. Faust heilt den Kaiser von seiner Melancholie durch die Beschwörung des Geistes der griechischen Schönheit, Helen. Währenddessen hilft Mephistopheles dem Kaiser, seine finanziellen Sorgen durch die Einführung von Papiergeld zu lösen; eine Reflexion über den Wert des Geldes und die Natur der Wirtschaft.