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Ökonomische Bildung: eine Monokultur? Ökonomische Bildung prägt heute alle Bildungsstufen und das gesellschaftliche Denken. Silja Graupe beschreibt dies als geistige Monokultur, in der die ökonomische Perspektive zum alleinigen Deutungsrahmen wird. Statt die reale, vielfältige Wirtschaft zu vermitteln, lehrt die Standardökonomik eine Methode der Nutzenmaximierung und Modelllogik. Diese Bildung ist nicht neutral: Sie formt Selbstbilder und Haltungen, ersetzt Reflexion durch Anwendung und schwächt die Fähigkeit, eigene Denkannahmen kritisch zu hinterfragen.

Das Video zeigt drei wesentliche Erkenntnisse: Wahre Weisheit erwächst aus der Annahme von Verletzlichkeit, nicht aus der Jagd nach Erfolg. Graupe stellt die Logik von Kontrolle und Effizienz in der Ökonomie radikal infrage. Und aus eigener Krankheit schöpft sie eine neue Form von Hoffnung – eine, die Bildung wieder menschlich macht.

 

Das Video zeigt, wie ein einziges VWL-Lehrbuch über Jahrzehnte das Denken ganzer Generationen formte und bis in die Politik hineinwirkte. Es kritisiert das mechanistische Menschenbild des Homo oeconomicus und die technokratische Sichtweise vieler Ökonomen. Am Ende ruft es dazu auf, festgefahrene Denkmuster zu überwinden und die Rollen von Demokratie und Gesellschaft neu zu denken.

 

Das Video zeichnet die Entwicklung des Schicksalsbegriffs nach – von der antiken Vorstellung der von der Moira bestimmten Fremdbestimmung über das christliche Zusammenspiel von Freiheit und Verantwortung bis hin zur aufklärerischen Verbindung von Vernunft und Zufall. Heute liegt die Deutung des Schicksals in unseren eigenen Händen: Sinn entsteht, wo wir kreativ auf das Geschehen antworten und unsere Geschichte selbst gestalten.

Letzte Änderung:15/12/2025